Schnitzwerkzeug ABC: Techniken, Holz & benötigte Werkzeuge

Holzschnitzerei ist ein Spaß, der für Jedermann zugänglich ist und Kreativität erfordert. Dafür benötigen Sie kein schickes Studio und auch keine Ausrüstung.

Alles, was Du brauchst, ist ein Stück Holz und ein scharfes Messer um etwas zu schnitzen. Natürlich muß man wissen, welche Form der Schnitzerei man verfolgen möchte. Daraus ergibt sich dann automatisch die Art der Werkzeuge, die man für die Bearbeitung des Holzes benötigt.

Der Schwierigkeitsgrad, und die Sicherheit bei der Arbeit, liefern dann am Ende das Ergebnis Deiner Schnitzerarbeit. In meinem kleinen Wegweiser der Holzschnitzschule will ich Dir ein paar Tips und Informationen mit auf den Weg geben, die man als Hobby-Heimwerker wissen muß, um loszulegen.

Was sind die Formen der Holzschnitzerei?

Es gibt unterschiedliche Techniken. Da gibt es unterschiedliche Stile. Es ist gut, wenn man weiß, welcher Stil einem liegt, und wo seine Fähigkeiten liegen.

Bevor ich mit der Schnitzarbeit beginne, muß ich mir über die Hilfs- und Betriebsstoffe im klaren sein. Wenn ich Anfänger bin tue ich gut daran, mir ein Motiv zu suchen, welches nicht so schwer zu bearbeiten ist. Danach wirst Du, nach und nach, selbstsicherer, und suchst Dir automatisch schwierigere Motive aus.

Wie bei der Tonbearbeitung auch, ist das Stück Holz vergleichbar mit einem Stück Seife und einem Löffel, der geführt wird um sein Meisterstück zu kreieren.

Schnitzen ist eine der ältesten Formen der Holzbearbeitung. Da gibt es das „Whittling“. Bei dieser Form der Schnitzerei sind scharfe, strukturierte Schnitte gefragt. Die Form des „Whittling“ wird mit einem Schnitzenmesser oder Tranchiermesser erledigt.

Relief-Schnitzereien werden ganz anders ausgeführt. Das sind Arbeiten, wo man am Ende eine Schnitzfigur aus Holz, gefertigt hat.

Das „Chip Schnitzen“ beinhaltet die Verwendung eines Küchenmessers, Meißel, und einen Hammer. Das Verfahren ist genauso, wie der Name schon sagt, ähnlich mit dem kratzen an einem Stück Holz. Diese Schnitzform ist geeignet für Anfänger. Auf diese Weise werden Muster in Holzplatten und Leiterplatten erstellt, die recht kompliziert wirken.

Du beginnst mit dem Schnitzen eines flachbildschirmartigen Stück Holzes. Darin werden Zahlen geschnitzt, sodaß der Schnitzrücken „flach“ erscheint.

Das Ecken-Schnitzen verhält sich genauso wie beim Töpfern mit Ton: Die Objekte sind glatt,die Ecken sind abgerundet. Das „Corner-Carving“ erfolgt anders als das Relief-Schnitzen.

Das passende Holz zum Schnitzen:

Wenn man sich schließlich einen bestimmten Schnitz-Stil zu Eigen gemacht hat ist es an der Zeit, sich mit der Art des Holzes, mit dem man arbeiten will, auseinanderzusetzen. Butternut und Linde sind weichere Holzarten, die einfacher für Anfänger zu handhaben sind.

Butternutkorn erlaubt einen schöneren Anblick des bearbeiteten Werkstücks, wenn du planst, die Skulptur so zu belassen, also nicht zu bemalen.

Auf keinen Fall darf man ein beliebiges Stück Holz nehmen. Dann würde das Schnitzwerk mißlingen. Das würde nur in Frustration enden.

Basswood ist leicht zu schnitzen und besitzt einen feinen Korn. Das Basswood-Holz ist Licht und cremefarben. Dieses Holz ist für das Schnitzen das geeignetste.

Mahagoni: Ist mittelschwer zu schnitzen und hat eine mittlere Körnung. Die Farbe ist deutlich roter gehalten.

Bei der Weißen Pinie ist es so wie bei der Butternut: Das Holz ist leicht zu bearbeiten, färbt sich hellbraun und hat einen Hang zu einem deutlichen Muster.

Die schwarze Walnuß: Dieses Holz ist schwer zu bearbeiten und hat eine mittlere Körnung. Die Farbe ist dunkles Braun.

Die Kirsche ist sehr schwer zu schnitzen und hat einen feinen Korn. Das Holz hat eine rosabraune Farbe mit Wellenmuster.

Die Sugar Maple ist schwer zu schnitzen, hat einen feinen Korn und hat helles Holz, cremefarben.

Die weiße Auster ist schwer zu bearbeiten. Sie ist mittel und grobkörnig. Das Holz besitzt eine leicht gelbliche Farbe.

Was für Werkzeuge gibt es in der Holzschnitzerei?

Ohne Werkzeug kann man nicht schnitzen. Ohne Holz auch nicht. Du mußt wissen, welches Holz Du am Besten bearbeiten kannst. Daher nannte ich Dir die einzelnen Holzarten und seine Eigenschaften. Man muß wissen, welche Technik man verwenden möchte, bei der Anwendung des richtigen Holzes.

Das Kerbschnitzmesser:

Das ist das grundlegenste Holzschnitzerei-Werkzeug. Das ist ein Chip-Schnitzmesser, aus einer Klinge bestehend. Das Messer ist etwa 1 Zoll und eine Hälfte lang. Der Griff ist für Komfort ausgelegt, sodaß die Hand beim Schnitzen nicht schmerzt.Es gibt Kerbschnittmesser für etwa 20 Euro.

Richtig gute Kerbschnitzer-Messer gibt es aber auch für 50 Euro. Wenn Du es mit dem Schnitzerhandwerk ernst meinst, ist das Kerbschnitzer-Messer aber eine gute Investition. Das Kerbschnitzmesser wird aus Kohlenstoffstahl hergestellt und verschleißt nicht so schnell wie eine billigere Klinge.

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Gouget-Schnitzwerkzeuge:

Gougetschnitzmesser haben eine gekrümmte Form. Durch die Schaufel können große und kleine Holzflächen bearbeitet werden. Das hängt davon ab, wie weit die Schleife ist. Es gibt unterschiedliche Rillen-Typen, die man für das Schnitzen, Formen und Glätten von Oberflächen verwenden kann.

Das Stemmeisen:

Meißel sind scharfe Werkzeuge. In Verbindung mit Schlägel ist das Stemmeisen für Holz Chipping-Techniken ausgelegt. Um den Verschleiß des Meißels zu verlangsamen kann ein Gummihammer oder Holzhammer eingesetzt werden. So wird der Lautstärkepegel beim Arbeiten eingedämmt.

Stechbeitel-Sets

Die Stechbeitel-Sets unterstützen deine Schnitzarbeiten und werden für die Feinbearbeitung der Skulptur eingesetzt. Zur Abrundung der „Kleinigkeiten“, an dem Modell. Also für das Tüpfelchen auf dem „ I“, zur Vollendung des Schnitzwerkes.

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  • Robuste Stahlschlagkappe: Sicher mit Stahlhammer verwendbar für mehr Kraft
  • Extrem haltbar: Geschmiedeter Carbonstahl sorgt für Stärke und Haltbarkeit
  • ISO/DIN: Die Beitel sind gemäß gültiger ISO-Norm über die gesamte Länge gehärtet und geschliffen und entsprechen der DIN 5139

Schnitz-Tips vom Profi:

Lerne bitte mit einem Holzschnitzermesser umzugehen. Ob Du nun ein X-Skalpell verwendest oder einen Stechbeitel-Schnitzmesser, so denke stets daran, daß Dein Messer scharf ist, und Du Dich nicht verletzt. Es gibt auch Schnitzhandschuhe, die das Holzstück mit festhalten.

Am wichtigsten ist es, das Handgelenk zu verwenden, und nicht den Ellbogen um das Messer auf Schärfe zu prüfen. Je mehr Du schnitzt umso sicherer kannst Du auf diese Weise prüfen ob das Schnitzwerkzeug noch präzise genug arbeiten kann. Das Schnitzen wird dadurch sicherer.

Das solltest du noch beherzigen:

  • Stelle, bevor Du das Schnitzen beginnst fest, wie die Holzmaserung verläuft. Dies kann man durch das Carven eines Holzstückes aus einer Ecke des Holzstücks feststellen. Diese „Probe der Holzmaserung“ wird deswegen angewendet, um ein Reißen des Holzes, beim späteren Schnitzen, zu vermeiden.
  • Skizziere Deine Holzschnitte
  • Hetze Dich nicht bei den Holzschnitzereien. Jeder Fehler ist nicht mehr zu beseitigen. Ändere gegebenenfalls Deinen Plan um entstandene Fehler zu integrieren. Ansonsten könntest Du die ursprünglich geplante Vision der Figur „opfern“. Die Wirkung des Schnitzwerkes wäre verfehlt.
  • Um Fehler zu vermeiden, skizziere Schnitte und Schnitzereien zuvor mit einem Bleistift. Zeichne Linien und Formen der Skulptur an. So vermeidest Du Fehler.

 

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