Aufbau & Anwendungszwecke verschiedenster Handhobel

Hobel

Hobel

Seit jeher werden Handhobel zur spanenden Bearbeitung von Holz eingesetzt. Das heißt, dass mithilfe eines Hobeleisens oder eines Hobelmessers Späne des zu entfernenden Materials abgetragen werden. Ermöglicht wird dies durch eine feste und im Hobelkörper fixierte Schneide.

Der Aufbau eines Handhobels:

Zwar unterscheiden sich die verschiedenen Handhobel teils stark voneinander, aber viele Elemente sind vermehrt an zu treffen.

Hobelkörper:

Handhobel

Handhobel

Dieser liegt mit seiner Hobelsohle (Unterseite) auf dem zu bearbeitenden Werkstück auf. An ihm findet man eine Aufnahme für das Hobeleisen sowie für verschiedene Vorrichtungen, die einem das Steuern des Handhobels erleichtern.

Zudem befindet sich an der Unterseite noch ein Spandurchgang. In diesem befindet sich sich das Hobelmesser.

Während des Hobelns werden sie Späne nach oben geschleust und gelangen aus dem Spandurchgang hinaus.

Aufgrund des symmetrischen Aufbaus des Hobelkörpers kann dieser sowohl von Rechts- als auch Linkshändern benutzt werden. Dabei gibt es keinerlei Unterschiede in der Handhabung. Beides funktioniert gleich gut.

Hobeleisen:

Dieses ist aus Stahl gefertigt und sorgt in erster Linie für das Abspanen des Materials. In zweiter Linie kümmert sich das Hobeleisen aber auch um die Ableitung von Spänen durch das obige Hobelmaul.

Spannvorrichtung:

Handhobel Spanauswurf

Handhobel Spanauswurf

Dank dieser kann das Eisen an der Unterseite des Handhobels sicher und fest montiert werden.

Gut zu wissen: Über die Beschaffenheit der Oberfläche entscheidet neben der Schärfe des Hobeleisens noch der Schnittwinkel. Das ist der Winkel um den der Holzspan nach oben abgelenkt wird.

Leider kann dieser Winkel nicht verstellt werden. Aus diesem Grund gibt es so eine hohe Anzahl an Handhobeln mit unterschiedlichen Schnittwinkeln. Diese sind immer an das spätere Einsatzgebiet angepasst.

Grundsätzlich gilt hierbei, umso steiler das Eisen steht, umso glatter wird die Oberfläche. Allerdings wird bei steil stehenden Eisen auch deutlich mehr Kraftaufwand benötigt. Aus diesem Grund sind Handhobel mit flacher stehendem Eisen auch deutlich beliebter.

Material:

Gerade in Europa sind Handhobel aus Holz überaus beliebt. Allerdings gibt es seit der Industrialisierung in England auch Hobel aus Gusseisen. Diese sind einerseits stabiler und ermöglichen andererseits noch eine feinere Einstellung bzw. Justierung mithilfe einer Schraube.

Die wichtigsten Handhobel in der Vorstellung:

Es gibt eine ganze Menge an unterschiedlichen Hobelwerkzeugen. Die Anzahl ist sogar so hoch, dass man den Rahmen dies Artikels um ein Vielfaches sprengen könnte. Daher möchten wir uns auf die wichtigsten Handhobel konzentrieren und diese so detailliert wie nur möglich vorstellen.

Absatz- und Eck-Simshobel:

Hierbei handelt es sich um eine Unterart der Simshobel. Zu einfacheren Verständnis möchten wir daher zuerst die Funktionsweise eines Simshobels erläutern. Bei dieser Hobelart geht das Messer über die gesamte Breite des Hobelkastens. So kann man bis die Ecken eines Falzes hobeln.

Das Besondere am Abatz- oder auch Eck-Simshobel ist, dass das Messer nicht in Hobelrichtung von einem vorlaufenden Holzstück geführt wird. So kann man bis in die kleinsten Ecken und Falzen gelangen.

Hobel Absatz-Simshobel mit einem 30 mm breiten Hobeleisen
  • Ein schmaler und kurzer Hobel zum Nachbearbeiten nach dem Einsatz eines Simshobels
  • Der Absatz-Simshobel wird zum hobeln von Tür- und Fensterrahmen verwendet
  • Hobeleisenbreite 30 mm

Blockhobel:

Hierbei handelt es sich um einen einfachen Hobel, der eingesetzt wird um gerade Flächen zu bearbeiten.

Doppelhobel:

Dieser ist fast genauso aufgebaut wie ein Doppelhobel unterscheidet sich aber in einem ganz wichtigen Punkt. Der Blockhobel ist nämlich mit einem Doppeleisen ausgestattet. So lassen sich aufgrund des schnelleren Spanbruchs glattere Oberflächen erzielen.

Doppel-Simshobel:

Hierbei handelt es sich wieder um einer Untergattung der beliebten Simshobel. Hierbei wird ein Doppeleisen zum Putzen und Versäubern von Falzen eingesetzt.

Einhandhobel:

Der auch unter dem Namen Taschenhobel bekannte Handhobel kann mit einer Hand gefürht werden und ist besonders kompakt gebaut. Man kann ihn also in seine Tasche stecken.

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Falzhobel:

Hierbei handelt es sich um einen Hobel mit Seiten-, Tiefenanschlag und Vorschneider. Somit lassen sich besonders exakte Falzen realisieren.

Fasenhobel:

Dieser findet bei der Erstellung von Fasen Verwendung.

Grathobel:

Bei diesem Handhobel befindet sich zwischen der Sohle und der Seitenfläche ein 78 ° Winkel. Hierdurch wird das Hobeln von Gratfedern ermöglicht. Damit es beim Hobeln nicht zum Einreißen des Hirnholzes kommt, verfügt jeder Grathobel über einen Vorschneider.

Grundhobel:

Bei dieser Hobelart gibt es ein weit über die Unterseite hinaus stehendes schmales Hobeleisen. Aufgrund dieser Bauweise kann man ganz einfach Nuten hobeln.

Hirnholzhobel:

Diese Hobelart gibt es fast ausschließlich in metallener Ausführung. Wie der Name schon vermuten lässt, wird mit diesem Handhobel ausschließlich Material von Hirnholz abgetragen. Wichtig zu wissen ist, dass man mit einem Hirnholzhobel nicht parallel zur Maserung arbeitet, sondern quer zum Faserverlauf.

Kernkastenhobel:

Hier wird eine rechtwinklige Sohle verbaut. Dadurch lassen sich halbrunde Rinnen wie etwas eine Regenrinne fertigen.

Nuthobel:

Beim Nuthobel handelt es sich um ein schmales, gerades Eisen mit einer genauso geformten Sohle. Außerdem verfügt dieser Hobel über verstellbare Seiten- und Tiefenanschläge. Wie der Name schon verrät, benutzt man diesen Handhobel für die Erstellung von Nuten.

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Faconhobel:

Der auch unter dem Namen Profilhobel bekannte Handhobel besitzt eine profilierte Hobelfläche mit einem dazu passenden Eisen. Dieser Aufbau ermöglicht es einem ein Profil zu erstellen. Allerdings benötigt man für unterschiedliche Profile auch verschiedene Profilhobel.

Putzhobel:

Mit diese lässt sich viel feiner arbeiten als mit einem Doppelhobel. Allerdings ist der Schnittwinkel etwas größer. Mit einem Putzhobel werden, wie es der Name schon vermuten lässt, Flächen geputzt.

Radiushobel:

Wer Kanten abrunden möchte, der muss zum Radiushobel greifen.

Raubank:

Diese Geräte sind relativ lang und werden zur Realisierung von größeren, ebenen Flächen sowie gerader Kanten eingesetzt. Auch zum Fügen, sprich der Vorbereitung zum Verleimen, finden diese Hobel Verwendung.

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Reform-Putzhobel:

Diese Unterart des Putzhobels dient zum Putzen von funierten Flächen in Faserrichtung.

Schiffhobel:

Wer zum hobeln von Rundungen nicht zum Radiushobel greifen möchte, der kann auch einen Schiffshobel benutzen. Diese sind nämlich aufgrund der verstellbaren Stahlsohle enorm flexibel im Einsatz. Die Sohle lässt sich mithilfe einer Schraube sowohl konvex als auch konkav einstellen.

Schichthobel:

Dieser Hobel wird hauptsächlich zum ersten glätten sowie schlichten von welligen Flächen eingesetzt. Vorher sollte man allerdings schruppen.

Schrupphobel:

Mithilfe dieses Handhobels können größere Späne abgehobelt werden. Der Schrupphobel dient zum Ebenen des Sägeschnitts und dem Herantasten an die annähernde Dicke des Werkstücks. Zum Aufbau gibt es nicht viel zu sagen. Das Hobeleisen steht weit heraus und hat eine gerundete Schneide.

Schweifhobel:

Diese Hobel werden oft auch als Schinder bezeichnet. Sie besitzen eine sehr kurze Sohle, die plan, konvex wie auch konkav geformt sein kann. In allen Fällen ist das Eisen der Form der Hobelsohle angepasst.

Mithilfe von zwei seitlich angebrachten Griffen wird der Schweifhobel geführt. Er findet bei der Formgebung kleiner Stücke oder beim Brechen von Kanten Verwendung.

Simshobel:

In der Regel sind die Simshobel schmal und das Messer reicht weit über die gesamte Breite des Hobelkörpers hinaus. Eingesetzt werden diese Handhobel immer dann, wenn man bis auf den letzten Milimeter genau Material abtragen möchte. Das kann zum Beispiel beim Bearbeiten von Parkettnasen der Fall sein.

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Zahnhobel:

Diese Handhobel schaben mehr als das sie schneiden. Verwunderlich ist dies aufgrund des sehr großen Schnittwinkels von ungefähr 80 °nicht. Die zu hobelnde Oberfläche wird auf gerauht. Dies liegt an den feinen Rillen im Eisen. Das auf rauhen wird benötigt um Holzflächen für das Verleimen vor zu bereiten.

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